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Worum geht’s?
Nachhaltige Investmentberatung ist ein Trend – aber auch ein Minenfeld: Zwischen ehrlicher Wirkung, hehren Ansprüchen, technischem Know-how und geschickt verpacktem Greenwashing ist alles dabei. Wie erkennt man, ob Beratung tatsächlich informiert, befähigt und Transparenz schafft – oder ob sie nur ein grün lackierter Verkaufstrick ist?
In diesem dialogischen Impuls stellen sich Jennifer Brockerhoff und Georg Tillner gegenseitig kritische Fragen und diskutieren entlang von vier zugespitzten Thesen. Gemeinsam beleuchten sie, wie rational, emotional, politisch und kulturell Anlageentscheidungen wirklich sind – und was das für Investor*innen wie Berater*innen bedeutet.
Darüber sprechen Jennifer und Georg:
👉 Ist Geld neutral – oder immer auch politisch?
👉 Braucht es wirklich Nachhaltigkeit, wenn am Ende doch nur die Rendite zählt?
👉 Sind Emotionen der Feind eines guten Investments – oder vielleicht sogar unverzichtbar?
Die vier Thesen des Abends:
These 1:
Nachhaltige Investmentberatung muss rationale Marktanalyse in verständlicher Form liefern – nur so können Investor*innen wirklich mündige Entscheidungen treffen. Für jede Person gibt es ein Portfolio, das ethische Werte, Risiko- und Renditebedürfnisse sinnvoll ausbalanciert.
These 2:
Nachhaltigkeit ist keine moralische Kür, sondern muss objektiv messbare Wirkung im realen Markt erzeugen.
These 3:
In der Praxis geht es selten um reines Wissen – sondern um die Frage, wie Menschen handlungsfähig werden.
These 4:
Weder Berater*innen noch Investor*innen handeln rein rational. Sie bewegen sich innerhalb psychisch, kulturell und gesellschaftlich geformter Realitäten. Vollständige Aufklärung bleibt ein idealer, aber nie erreichbarer Horizont.